ein schönes gefühl

mit dem tastsinn vertrauen staerken

mithilfe des tastsinns begreifen wir die welt

berührung ist taktile wahrnehmung, sie dient dem tastenden begreifen. hierfür sind wir mit über einer milliarde rezeptoren und nervenendigungen ausgestattet. auf unserer körperoberfläche nehmen diese ständig berührungen, druck, vibrationen und jegliche dehnung der gewebe wahr.

propriozeptoren ermöglichen eine hochempfindliche tiefenwahrnehmung, melden die stellung der gelenke zum gehirn und die lage unseres körpers im raum. sie nehmen bewegungen wahr und ermöglichen deren steuerung. viszerorezeptoren informieren über die tätigkeit innerer organe, thermorezeptoren über jede änderung der temperatur. nozizeptoren melden jegliche schädigung von gewebe als schmerz ins bewusstsein.

allein die zahl der rezeptoren der haut wird auf 300 bis 600 millionen geschätzt. vater-pacini-körperchen registrieren vibrationen zwischen 40 und 300 hz, meissner-körperchen feinste druckveränderungen, merkel-zellen anhaltende senkrechte druckreize, ruffini-körperchen jegliche dehnung von gewebe. im zarten bindegewebe endende freie nervenendigungen melden jegliche schaden über schnelle a-alphanervenfasern als grellen schmerz, der uns sofort reagieren lässt, und über langsamere c-fasern als dumpfen, chronischen schmerz, der uns sagt, wo etwas nicht in ordnung ist. in der grauen substanz des rückenmarks, in gelenken und synapsen des vegetativen nervensystems gibt es rezeptoren für endorphine, körpereigene opiate, welche die empfindung von schmerz unterdrücken, so dies notwendig ist.

vater-pacini und ruffini-körperchen sind nicht nur in der haut, sondern auch im bindegewebe, in den gelenken, der muskulatur und in den inneren organen vorhanden. hinzu kommen golgi-dehnungsrezeptoren in den sehnen und muskelspindeln und jedes einzelne der auf etwa fünf milionen geschätzten körperhaare, das mit etwa 50 berührungssensoren bestückt ist, welche schon geringste bewegung registrieren.

warum berührungen so wichtig sind

bereits ab der 6. woche nach der befruchtung hat der fötus einen tastsinn. in der kindheit ist ständiges berühren und ertasten für die entwicklung des begreifens der welt und seiner selbst, der kognitiven intelligenz, von entscheidender bedeutung.
berührung vertieft die beziehung der stillenden mutter zu ihrem kind. es stimuliert die bildung des proteohormons oxytocin, das im hirnlappen der hypophyse ausgeschüttet wird. oxytocin beeinflusst nicht nur das verhalten zwischen mutter und kind, sondern unsere sozialen beziehungen überhaupt. es wird durch jede art angenehmen hautkontaktes, durch wärme, berührung mit einem sympathischen menschen, durch streicheln und massieren ausgeschüttet. auch angenehme gedanken und gefühle oder das singen aktivieren neuronale netzwerke des stammhirns und führen zur ausschüttung von oxytocin. dieses fördert vertrauen und ruhe, vermindert beziehungsängste und vertieft die bindung zu allen lebewesen.

vertrauen entsteht, wo wir „verstanden“ werden. verstehen ist liebe. vertrauen stets ernst zu nehmen ist eine achtsamkeit, die sich lohnt sich selber mit liebe, mit vertrauen zu begegnen.

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