träume mitteilen heißt gefühle miteinander teilen

als familie zusammen träumen

träume bringen oft gefühle zum ausdruck, die zu überwältigend sind, als das kinder sie in worte fassen könnten. wenn kinder dazu übergehen, ihre träume zu erzählen, entsteht zwischen ihnen und ihren eltern ein wichtiger kommunikationskanal. durch die beschreibung der charaktere  und geschehnisse in seinem traum kann das kind seine sorgen und freuden in einem sicheren rahmen äussern, als es ihm auf direktem wege möglich wäre. die meisten scheidungskinder phantasieren und träumen zum beispiel regelmässig, dass ihre eltern wieder zusammenfinden. auslösen dieser träume sind vielfach ereignisse  im wachleben, die erinnerungen an irgendwelchen schmerzliche aspekte der scheidung wachrufen. für eltern, die die hoffnung haben, diese quälenden wünsche würden ganz von selbst mit der zeit schwinden, kann es demoralisierend sein, solche träume immer wieder zu hören. sie sind für die eltern jedoch ein wichtiger signalgeber, denn diese träume fördern die sehnsüchte der kinder zu tage, auf die sie behutsam und fürsorglich reagieren können.

ein beispiel:
nach dem die großmutter der achtjährigen lisa sich über den sprachfehler der kleinen lustig gemacht hatte, wachte lisa mitten in der nacht aus einem erschreckendem traum auf:

lodernde feuerpfeile

eine frau aus einer cartoon-show wurde beschimpft, weil sie so vieles falsch machte. sie wurde wütend und fing an, ganz viele brennende pfeile auf die leute zu werfen. die pfeile fielen auf den boden, und die leute schrien und hatten angst, sie würden sich verbrennen. da war ein doktor, der sagte, er könnte mir vielleicht helfen, das ganze feuer von den pfeilen zu löschen.

als lisas mutter julie über den erschreckenden traum ihrer tochter nachdachte, wurde ihr bewusst, wie verwundbar lisa war und das der spott der großmutter sie verletzt haben musste. für julie verdeutlichten die feuerpfeile, in welchem maß lisa unter dem spott litt. lisa glaubte, dadurch dass ihre großmutter so auf ihrem sprachfehler herumritt, mit ihr sei in den augen der anderen etwas nicht in ordnung. dieser traum bedeutete für julie einen wendepunkt , auch ohne dass die ihrer tochter weitere erklärungen dazu gab.

den traum begrüßen

 

hinter dem motto „den traum begrüßen“ steht die einstellung, jeden traum, wie kurz, verwirrend oder erschreckend er auch sein mag, zu akzeptieren. jeder traum, selbst der bizarrste, kann einen anstoß  zur kreativen selbsterforschung. in dem sie ihre kinder dazu animieren, ihre träume zu erzählen und den wert ihrer einmaligen phantasieprodukte bekräftigen, stärken sie das selbstwertgefühl ihres kindes.
schütteln sie also das kissen ihres kindes auf, und rollen sie den roten phantasieteppich aus! wenn kinder, die ihre träume erzählen, merken, dass ihre eltern ihnen dabei ermutigung, neugier und eine offene, positive einstellung entgegenbringen, fühlen sie sich wohl und aufgehoben. ihre träume fliessen, und dabei kommen geschichten wie neugeborene aus dem schoß ihrer phantasie. wie die hebamme bei einer geburt können sie diese träume auffangen und die zarten, kreativen bilder und erzählungen des kindes mit ihrer freude und ermutigung fördern.
wenn erwachsene träume wichtig nehmen und für besprechenswert halten, werden kinder automatisch dazu gebracht, mehr auf ihre träume zu achten, was wiederum dazu führt, dass sie sich auch häufiger dadran erinnern werden.

als familie zusammen träumen

wir leben in einer streßintensiven gesellschaft, sind belastungen im beruf und den herausforderungen der gesellschaft ausgesetzt.
durch ein gemeinsames träumen können wir unsere kinder durch das labyrinth der gesellschaftlichen probleme führen und ihnen helfen ihre emotionale bedürfnisse  befriedigen und ihr kreatives, gesellschaftliches, akademisches und spirituelles potential voll ausschöpfen und verwirklichen können. die beschäftigung mit träumen ist ein idealer weg, sowohl auf der emotionalen als auch kreativen ebene zugang zu ihren kindern zu finden. in ihren traumgeschichten und traumbildern bringen kinder (und erwachsene) zum ausdruck, was sie in ihren gedanken und herzen am meisten beschäftigt.

vor einem jahrhundert hatte der belgische chemiker friedrich kekule´von stradonitz einen berühmt gewordenen traum, der ihn zu der revolutionären erkenntnis führte, daß das benzolmolekül ring- und nicht kettenförmig angeordnet ist: er hatte von einer schlange geträumt, die sich selbst in den schwanz biß. in einer ansprache vor kollegen beschrieb er seine entdeckung und meinte abrundend: „wir sollten lernen zu träumen, meine herren, dann werden wir vielleicht die wahrheit finden“ inspiriert durch kekule´ könnte das motto für das bestehende jahrhundert heissen: “ wir sollten von unseren kindern zu träumen lernen“ in der phantasie und den träumen schlummern die kreativen ideen für die zukunft der menschheit und des jeden einzelnen aber auch die emotionale stabilität und kraft, um allem sozialem druck standzuhalten und unsere gesellschaft  erneuernd zu heilen.

 

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