die heilende Energie der Schöpferkraft

die heilende Kraft

die heilende Energie der Schöpferkraft
oder
über die Schlange als Symbol für die kreative Kraft des Menschen

Die Amaru (a-ma-ru) bedeutet Schlange und wird in der Inka-Tradition durch die Anakonda symbolisiert. Sie steht für die Schöpferkraft der Erde und von Mutter Natur sowie für die kreative Kraft des Menschen. Die Amaru ist auch die Verbindung in die innere Welt eines jeden Menschen.

Eine singende Schlange gibt es nicht. Der Klang ihres Fauchens oder ihrer Rassel lässt viele vor Schreck erstarren. Emily Dickinson verleiht dieser Furcht beredeten Ausdruck:

Nie wurde ich dieser Gefährtin gewahr
Ob in Gesellschaft oder allein
Ohne atemstarr zu sein
und vereist bis aufs Gebein –
Eine schlanke Gefährtin im Gras

Furchtsam die Arme erhoben und einen Stock oder Stab haltend, steht eine ithyphallische Männerfigur einer gewaltigen Schlange gegenüber. Der erigierte Phallus der Figur spiegelt den erhobenen Kopf der Schlange wider – eine numinose Begegnung mit der Schlange als Sinnbild urtümlicher Lebenskraft. Mit s-förmigen Bewegungen taucht sie aus den Urwassern auf, sie schraubt sich voran oder dreht sich ein (Narby 60ff), schiesst mit blitzartiger Geschwindigkeit oder flink gleitend davon und ist mit einem Mal verschwunden – die Schlange fand Eingang in unsere Mythen als kosmische Schöpferin, Ahnherrin, Zerstörerin und als heiliges Wesen.

Die Schlange riecht mit ihrer zuckenden gespaltenen Zunge. Sie hört durch ihre Haut und ist für niederfrequente Schwingungen und Erschütterungen der Erde besonders empfindlich, und so ist sie mit verborgenen, orakelhaften Geheimnissen des Wissens verbunden.

schlage das symbol des Wissens und der Weisheit
Schlange das Symbol des Wissens und der Weisheit

Die Schlange sieht durch liedlose Augen, die von transparenten Schuppen überdeckt sind, und blinzelt nie, was eine übernatürliche Wachsamkeit evoziert oder an das Auge der unbewussten Psyche erinnert, das sieht, wo das Bewusstsein nicht sehen kann. Wenn sich die Schlange zurückzieht, um sich zu häuten, was auf Erneuerung, Wiedergeburt und Unsterblichkeit verweist, werden die Augenschuppen milchig. Manchmal nehmen sie dann einen ätherisch, trüben, blauen Schimmer an, als habe sich die Schlange in einen meditativen Zustand versetzt und Zugang zu Erkenntnissen jenseits unseres Horizonts. Manchen Schlangenarten ermöglicht ein hitzeempfindliches, infrarotes Radar, ihre Beute zielsicher auch im Dunkeln zu verfolgen. Der Rachen einer Phyton ist so dehnbar, dass sie im ganzen eine Beute verschlingen kann, die ein Mehrfaches ihrer eigenen Körpergröße hat.

Diese Fähigkeiten assoziieren die Schlange mit dem tödlichen Aspekt der Natur oder mit der insinktiven Psyche. Das Geschlecht einer Schlange wird von der Temperatur ihrer Umgebung während der Trächtigkeit bestimmt. Männliche Tiere haben einen geteilten Hemipenis, einen gespaltenen Penis, und Weibchen eine geteilte Klitoris, und so stehen diese Körperteile in einem Bezug zur Zunge und der Bilderwelt paradisischer Verlockung, zur schöpferischen Welt wie zur Sexualität. Ihre eindeutig phallische Gestalt und ihre gepflogenheit, tage- oder gar wochenlang mit einer oder auch 5o Schlangen zu kopulieren, sind die Gründe, warum die Schlange mit phallischer Energie, Fruchtbarkeit und Potenz identifiziert wird (Stutesmann,11ff);
2die wilde flechte der Schöpfung“ nannte der Dichter Stanley Kunitz ein verschlungenes Paar von Schlangen, das an einem Baum in seinem Garten herabhing („Die September-Schlangen“,221).

Die Schlange ist die tierhafte Gestalt zahlloser Gottheiten, darunter Zeus, Apollo, Persephone, Hades, Isis, Kali und Shiva.

Ein Paar ineinander verschlungenen Schlangen in Form eines Yantras
Ein Paar ineinander verschlungenen Schlangen in Form eines Yantras

In den tantrischen Traditionen Indiens ist die feminine kosmische Energie der Kundalini schlafend wie eine zusammengerollte Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule verortet. Durch yogische Meditationspraktiken erweckt, steigt diese Schlange, Shakti, durch den Energiekörper nach oben, durchzieht und öffnet die Zentren der Energie, die Chakras, und vereint sich schliesslich extatisch am Scheitel mit Shiva (ARAS 1:351-352)

Die Schlange, auch Asklepios, dem antiken göttlichen Heiler geweiht, verkörperte den Dämon oder „Genius“ des Arztes und wurde häufig um dessen Stab gewickelt dargestellt.

Amaru ist die heilige Schlange der Mythologie der Anden. Sie steht für die Energie.
Amaru Runakuna – die Schlangenmenschen oder anders gesagt die Heiler in einer spirituellen Gemeinschaft, benutzen die heilige Energie um Freude , Gelassenheit und Genuss als Lehre dem Menschen nahe zu bringen.

Im übertragenen Sinne steht die Amaru für Energien, die der Mensch außerhalb seines Körpers lenken, steuern und zielgerichtet einsetzen kann.

Die Q’eros, Nachfahren der Inka, bezeichnen noch heute den Regenbogen als die „Amaru des Tages“ und die Milchstraße als „Amaru der Nacht“. Im Amazonasgebiet in Peru kennt man kleine Dörfer, deren Einwohner eine Anakondas zähmen und als Haustiere halten, die das Haus und die Familie vor Eindringlingen wie den Puma beschützt.

Von bestimmten Schlangenarten ist inzwischen bekannt, dass sie in ihrem Körper über aussergewöhnliche medizinische Eigenschaften verfügen. So stand die Schlange stets für die Macht über Leben und Tod und wurde überall zu einer Gestalt des Geistes der Ahnen, Führerin in das Land der Toten und Vermittlerin verborgener Prozesse von Transformation und Wiederkehr.

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